Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

im Jahr 2020 stellte die OMV ihr großes Engagement als verantwortungsbewusste Marktteilnehmerin erneut unter Beweis, indem wir uns ehrgeizige Ziele setzten und unsere bereits starke Nachhaltigkeitsperformance noch weiter verbesserten.

Im Sommer 2020 verpflichtete sich die OMV zum ersten Mal, bis 2050 klimaneutral zu werden. Darüber hinaus setzten wir uns auf unserem Weg zu Netto-Null-Emissionen neue konkrete und ambitionierte Zwischenziele zur Reduktion unseres -Ausstoßes im Upstream- und Downstream-Bereich bis 2025.

Mark Garrett — Vorsitzender des Aufsichtsrats

Diese Ziele spiegeln sich auch in der aktualisierten Vorstandsvergütung der OMV wider. Der Aufsichtsrat steht voll und ganz hinter der Nachhaltigkeitsstrategie der OMV und fordert das Management auf, die richtigen Anreize für die Umsetzung dieser Strategie zu setzen. Die neue Vergütungspolitik, die im Jahr 2020 verabschiedet wurde, beinhaltet konkrete Nachhaltigkeitsprojekte und Ziele zur Reduktion von CO2-Emissionen, die sich sowohl auf den Jahresbonus als auch auf die Auszahlungen gemäß dem Long-Term Incentive Plan (LTIP) auswirken.

Um diese Ziele zu erreichen, setzt die OMV eine Reihe von Maßnahmen um, wie etwa den Bau der größten Photovoltaikanlage Österreichs, die im Dezember 2020 in Betrieb genommen wurde, und die Implementierung modernster Technologien in unseren Raffinerien. So zum Beispiel erzeugen vier Dampfturbinen 85% des für den Betrieb der Raffinerie Schwechat benötigten Stroms. Zwei der Turbinen wurden im Jahr 2020 mit modernster Beschaufelung ausgestattet, mit der nicht nur die Effizienz gesteigert wird, sondern allein schon im Jahr 2020 40.000 CO2 eingespart werden konnten. Eine weitere Turbine werden wir im Jahr 2021 generalüberholen, was eine Einsparung von insgesamt 60.000 t CO2 pro Jahr bringen wird.

Gemeinsam mit unserer Tochtergesellschaft Borealis erforschen wir auch innovative Technologien für die Kreislaufwirtschaft – sowohl im Bereich des mechanischen als auch des chemischen Recyclings –, um Emissionen zu reduzieren und vorhandene Ressourcen zu nutzen. So zum Beispiel ist unsere innovative Kunststoff-zu-Öl-Technologie ReOil® pro Jahr vorsieht. Das CO2 wird dann zu synthetischen Brennstoffen, Kunststoffen oder anderen Chemikalien verarbeitet.

Es freut mich sehr, dass der umfassende Nachhaltigkeitsansatz der OMV auch weiterhin von unabhängigen -Ratingagenturen honoriert wird und die OMV 2020 – als einziges österreichisches Unternehmen – erneut in den renommierten Dow Jones Sustainability Index (DJSI World) aufgenommen wurde.

Die OMV entschied sich dafür, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und die verpflichtende konsolidierte nicht finanzielle Erklärung als gesonderten konsolidierten nicht finanziellen Bericht (Nachhaltigkeitsbericht) zu erstellen. Der gemäß § 96 Abs. 1 Aktiengesetz vorgelegte konsolidierte nicht finanzielle Bericht wurde einem unabhängigen externen Audit unterzogen und sowohl im Prüfungsausschuss als auch im Aufsichtsrat umfassend geprüft und erörtert. Der Aufsichtsrat stellte bei der Prüfung keine Beanstandungen fest und stimmte dem Bericht zu.

Wien, März 2021

Für den Aufsichtsrat
Mark Garrett  e.h.
Vorsitzender des Aufsichtsrats

CO2
Kohlendioxid
t
Tonne
ESG
Environmental, Social, and Governance; Umwelt, Gesellschaft und Governance